Auf dem Weg in die Ferien – einmal quer durch Österreich – über Slowenien nach Kroatien


Es ist immer sehr angenehm, wenn man sich einmal vorbereitet, um in die Ferien zu fahren. Wer kleinere Kinder hat oder auch einfach flexibel sein möchte, der überlegt sich meistens, dass der sinnvollste Weg ist, wenn man mit dem Auto fährt. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, einen tollen Aufenthalt am Meer zu erleben. Daher – wie wäre denn mal die Planung, mit dem Auto nach Kroatien zu fahren.

Von Deutschland aus ist es natürlich schon eine etwas längere Strecke, die man vor sich hat – aber sie ist einfach zu bewältigen, wenn man da ein paar einfache Dinge beachtet.

Der Weg durch Österreich

Ein paar Sachen sollte man als Autofahrer beachten, wenn man durch Österreich fährt – schon alleine, dass man eine Vignette benötigt, um die Autobahnen dort nutzen zu dürfen. Da es keine Tagesvignetten mehr gibt, muss eine für 10 Tage gelöst werden. Am einfachsten hat man es, wenn man in Deutschland bereits vor Antritt der Fahrt die Vignette online kauft. Wer die Zeit dafür nicht mehr hat, kann dies auch jederzeit an einer der vielen Raststätten an der Autobahn machen. Hier kosten sie nicht mehr – der Preis ist festgelegt. Am einfachsten ist es auch, wenn man sich – zusätzlich zur Vignette bereits die Tickets löst, die die unterschiedlichen Tunnel kosten. Es eignet sich dafür eine Videomaut zu lösen. Das verhindert oftmals ein langes Stehen an den Mautstellen. Dazu wird das Ticket hinter die Windschutzscheibe geheftet und man fährt an der Mautstelle durch die Überwachung durch. Das Ticket wird eingescannt und man hat wieder freie Fahrt. Allerdings gibt es eine Einschränkung – die Videomaut kann nur für die Fahrt in Richtung Süden genutzt werden. Zurück wird man wohl anstehen müssen.

Eines sollte man aber auch noch wissen, am Karawankentunnel bilden sich oftmals längere Staus. Dies hat auch mit der sogenannten Blockabfertigung zu tun, die es hauptsächlich in den Hauptreisezeiten gibt. Daher bietet es einen großen Vorteil, wenn man nur eine Teilstrecke fährt – wie zum Beispiel bis kurz vor den Karawankentunnel – und dort dann eine Wellnesspause einlegt. Seit ein paar Jahren gibt es in der Nähe des Tunnels eine herrliche Therme, die nicht nur für Erwachsene viel Spaß und Erholung bringt, sondern auch für die Kinder. Wer hier ein paar Stunden verbracht hat ist erholt, wie nach ein paar Tagen Urlaub. Dann kann auch die Reise durch den Tunnel wieder weitergehen.

7,8 Kilometer im Tunnel – dann in Slowenien

Bereits seit vielen Jahren gibt es die Verbindung von Österreich nach Slowenien. Zwischen den beiden Ländern gibt es den Karawankentunnel, der im Jahre 1991 fertig gestellt wurde. Übrigens nach 4,5 Jahren Bauzeit. Es gibt derzeit nur eine Röhre durch Tunnel – die zweite ist noch in Planung und soll 2017 begonnen werden.

Auf der anderen Seite des Tunnels befindet man sich nun in Slowenien. Hier sollte man nicht einfach nur durchfahren auf der Autobahn, sondern auch unbedingt einen Zwischenstopp in der Hauptstadt Ljubljana machen. Es lohnt sich, wenn man sich einmal die schöne Altstadt zu Fuß anschaut, denn hier stehen noch viele Architekturdenkmäler, die aus den verschiedenen Epochen stammen. Wunderschön ist natürlich auch der Dom St. Nikolaus. Wer sich an einem Samstag hier befindet, sollte unbedingt auch den schön en Kunstflohmarkt besuchen, der hier an jedem Wochenende zwischen drei Brücken stattfindet. Die berühmteste Brücke ist die sogenannte Schusterbrücke.

Auch in Slowenien ist für die Autobahnnutzung eine Maut zu bezahlen. Diese wird an einer der zahlreichen Mautstellen erhoben und kann entweder in Bar oder auch mit Kreditkarte bezahlt werden. Es gibt auch die Möglichkeit, dass man hier eine Vignette löst. Beachten sollte man in Slowenien unbedingt die zulässige Höchstgeschwindigkeit, denn wer einen slowenischen Polizisten kennenlernt wird schnell merken, es ist hier nicht zu spaßen, denn die Ordnungswidrigkeit wird sofort eingefordert und muss normalerweise in bar bezahlt werden. Außerdem muss hier beim Autofahren immer das Licht angelassen werden, wer dies nicht macht, kann mit Bußgeld rechnen.

Ankunft in Kroatien

Wenn das Ziel Kroatien nun näher rückt, wird man auch schnell merken, dass man wirklich in einem ganz anderen Land zu sein scheint. Hier sind die Dörfer richtig eng, zumindest in vielen kleinen Dörfern, die es an der Küste gibt. Es ist herrlich, wenn man zum Beispiel von Slowenien kommt, in Richtung Zagreb fährt und dann auf eine der zahlreichen Inseln Halt macht. Auch wenn sicherlich die Küstenstraße weitaus mehr Zeit kostet, als die Autobahn. So sollte man gerade diese Zeit in den Ferien haben, denn die Küstenwege sind einfach unbeschreiblich. Hinter jeder Kurve verbirgt sich ein anderes Bild und kaum jemand kann von sich sagen, dass es nicht beeindruckt hat. Die hohen Berge und das glitzernde Meer geben das perfekte Ferienfeeling.

Doch auch in Kroatien sollte man auf den Verkehr achten, denn auch hier gibt es eine Pflicht, dass man mit Licht fährt. Dies wird aber nicht so ganz eng gesehen, zumindest im Sommer. Im Winter sollte man es allerdings nicht vergessen. Was die Maut anbetrifft ist man in Kroatien ein wenig kulanter, wer wenig Autobahn fährt muss wenig bezahlen, denn hier wird nach Kilometer abgerechnet. Alle Insassen im Auto müssen mit einer Warnweste für Notfälle ausgestattet sein, dies kann auch in einer Kontrolle überprüft werden. Ebenso sollte man für das Fahrzeug ein Ersatzlampenset dabei haben, denn dies zählt zu den Pflichten, die man beim Autofahren beachten sollte.

Sicherlich hat man eine lange Reise hinter sich, wenn man sich in diese Ferien begibt, doch wer sich Zeit nimmt, kann nicht nur viele Staus umfahren oder vermeiden, sondern dabei auch noch ein wenig Sightseeing und Erholung direkt in den Ferienbeginn legen. Mit ein wenig Planung im Vorfeld ist das garantiert kein Problem. Viele Informationen zu den Ländern kann man sich natürlich auch noch über das Internet holen, genauso wie die aktuellen Stauwarnungen oder auch Sperrungen von Teilstücken. Auch der Karawankentunnel ist nicht immer offen, denn es gibt ja nur eine Röhre, die mit Gegenverkehr befahren ist. Auch wenn die Fahrt lange gedauert hat, so werden die schönen Tage in Kroatien bestimmt dafür Sorge tragen, dass man bestens erholt wieder die Heimreise antreten kann.


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