Ferienwohnungen: unseriöse Angebote erkennen


© pixelio.de, FotoHiero
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Gott sei Dank gibt es das Internet! Den Urlaub fernab vom Reisebüro bequem vom eigenen Sofa aus buchen, spart Zeit und Nerven. Gerade bei Ferienwohnungen, die oft in Privatwohnungen integriert sind, lassen sich Urlauber oft über’s Ohr hauen. Wie Ihnen das erspart bleibt, verraten wir Ihnen hier.

Die Ferienwohnung sieht online so entspannend und schön aus, der Preis ist sagenhaft. Rasch bucht man das Schnäppchen und wird um eine Anzahlung gebeten. Na klar, nichts leichter als das. Am Ferienort angekommen entpuppt sich die vermeintliche Erholungsoase dann als Betrug: Die Wohnung an der mitgeteilten Adresse ist gar keine Ferienwohnung. Und Ihr Geld ist futsch.

Ferienwohnungen auf Seriosität zu überprüfen ist schwieriger als bei Hotelanlagen. Diese lassen sich oft schon leicht über Google Maps oder anhand von einer regulären Bildsuche erkennen. Mit den folgenden Tipps sind Sie trotzdem vor betrügerischen Angeboten für Ferienwohnungen sicher.

Tipp 1: Kontakt herstellen

Probieren Sie in jedem Fall, telefonischen Kontakt zum Anbieter aufzunehmen. Schicken Sie des Weiteren eine Mail. Erhalten Sie über mehrere Tage keine Reaktion oder nur in sehr schlechter Qualität, zum Beispiel mit gravierenden Rechtschreibfehlern in den Mails oder Sprachschwierigkeiten am Telefon, sollten Sie das vermeintlichen Schnäppchen besser sausen lassen und sich anderweitig umsehen. Ebenfalls möglich: Sich bei einem lokalen Tourismusverband vor Ort erkundigen, ob der Anbieter bekannt ist.

Tipp 2: seriöses Impressum

Webseiten von zwielichtigen Ferienwohnungs-Vermittlern sind heutzutage professionell aufgezogen. Die Rechtschreibung ist tadellos, vermeintliche Gütesiegel schüren Glaubwürdigkeit und strahlen Zuverlässigkeit aus. Mit einem kurzen Blick ins Impressum sind Sie allerdings schon einen großen Schritt weiter: Stellen Sie fest, dass hier eine zweifelhafte Adresse im Ausland hinterlegt ist, die mit dem sonstigen Auftritt des Wohnungs-Anbieters nicht mehr besonders viel zu tun hat, sollten Sie stutzig werden. Kleines Beispiel: Ihr Anbieter für Ferienwohnungen bietet Wohnungen im Schwarzwald. Firmensitz: Malaysia.

Tipp 3: Vorsicht bei Billig-Angeboten

Was zu schön ist um wahr zu sein, ist in der Regel nicht wahr. Begegnen Sie auffallend günstigen Schnäppchen mit Skepsis. Bewegen sich die angebotenen Kosten pro Nacht deutlich unter jenen von vergleichbaren Quartieren, sollten Sie besser die Finger davon lassen. Meistens gibt es einen Haken, wie beispielsweise Baustellen vor der Tür.

Tipp 4: Auf Erfahrungen bauen

Im Internet wird man zwar häufig übers Ohr gehauen, hat aber auch den Vorteil, sich vorab informieren zu können. Suchen Sie also gezielt nach dem gefundenen Buchungsportal oder dem konkreten Anbieter der Ferienwohnung. Stoßen Sie auf zahlreiche positive Kritiken, bestenfall sogar mit einigen Bildern, so ist das ein gutes Zeichen dafür, dass das Angebot vertrauenswürdig ist.

Tipp 5: Anzahlungen

Eine übliche Anzahlungsmarge liegt bei höchstens 25 bis 50 % des eigentlichen Reisepreises. Verlangt der Anbieter den kompletten Preis als Anzahlung, spricht das sehr deutlich gegen seine Seriosität. Nur wenn Sie einen Anbieter kennen, sollten Sie sich auf derartige Vorabzahlungen einlassen. Idealerweise begleichen Sie den Betrag mit Kreditkarte oder über das Lastschriftverfahren, da Sie in diesem Fall den geleisteten Anzahlungsbetrag leichter wieder zurückbuchen lassen können. Eine weitere gute Möglichkeit stellt zum Beispiel auch der Online-Bezahldienst PayPal dar.


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