Zur EM nach Frankreich mit dem Auto – das müssen Sie beachten


Sie wollen zur Europameisterschaft nach Frankreich fahren, haben möglicherweise sogar ein Ticket? Für die Tour ins Nachbarland bietet es sich an, das Auto zu nehmen. Das Straßennetz ist hervorragend ausgebaut, die Nutzung der meisten Autobahnen ist aber gebührenpflichtig. Was gibt es sonst noch zu beachten? Und wohin muss man überhaupt fahren, um die deutsche Mannschaft zu unterstützen?

Autos mit schwarz-rot-goldenen Fahnen dürften diesen Sommer auch in Frankreich gesichtet werden. Quelle: Smileus – 56226871 / Shutterstock.com
Autos mit schwarz-rot-goldenen Fahnen dürften diesen Sommer auch in Frankreich gesichtet werden. Quelle: Smileus – 56226871 / Shutterstock.com

Im eigenen Auto zur EM – dann ist der Sieger-Korso nicht mehr weit

Für die deutsche Mannschaft wird es gleich am Anfang der Europameisterschaft quer durchs Land gehen. Vom Quartier am Genfer See in Évian-les-Bains im Südosten des Landes geht es zum ersten Gruppenspiel gegen die Ukraine ganz hoch in den Norden des Landes, nach Lille. Auch für die weiteren Gruppenspiele ist die Lage des Quartiers nicht gerade geschickt. Diese finden im Stade de France in St. Denis bei Paris (gegen Polen) und in Paris (gegen Nordirland) statt.

Wo geht die Reise fürs DFB-Team hin? – Für Fans bietet sich das Auto an

Wo die Reise nach der Gruppenphase hingeht, hängt natürlich von der Platzierung des Teams ab. Sollten “Jogis Jungs” Gruppenerster werden, heißen die weiteren Stationen erneut Lille (Achtelfinale), Bordeaux (Viertelfinale), Marseille (Halbfinale). Das Finale steigt natürlich im Nationalstadion in St. Denis. Wie die DFB-Elf reisen wird, wissen wir noch nicht, per Bus oder vielleicht sogar per Flugzeug. Für die Fans jedenfalls bietet es sich in jedem Fall an, Frankreich mit dem Auto zu bereisen, gute Infrastruktur und die einfache Anreise aus Deutschland sprechen für den eigenen Wagen.

Auch die schöne Landschaft spricht dafür, Frankreich zur EM mit dem Auto zu bereisen. Quelle: VanderWolf Images – 179128871 / Shutterstock.com
Auch die schöne Landschaft spricht dafür, Frankreich zur EM mit dem Auto zu bereisen. Quelle: VanderWolf Images – 179128871 / Shutterstock.com

Die EM 2016 im Auto erleben – Frankreichs Landschaft lädt dazu ein

Dass es eine lange “Tour De France” für das DFB-Team und seine Fans wird, ist sehr wahrscheinlich. Jogi Löws Weltmeistertruppe gilt auch in Frankreich als absoluter Top-Favorit. Die Wettanbieter sehen gleichauf mit Thomas Müller & Co. einzig Gastgeber Frankreich, das dank Jungstars wie Antoine Griezmann (Atletico Madrid), Paul Pogba (Juventus Turin) oder Blaise Matuidi (Paris St. Germain) eine absolute Top-Mannschaft vorzuweisen hat und schon bei der WM 2014 zeigte, dass in Zukunft mit ihr zu rechnen ist. Für die “Equipe tricolore” war in Brasilien im Viertelfinale Schluss, nach einer knappen 0:1 Niederlage gegen Deutschland. Für die EM ist die Titelquote der Franzosen mit 4,50 exakt genau so gut wie die der Deutschen (Quelle: interwetten.com). Als dritter heißer Kandidat wird Spanien gehandelt (Quote: 6,5). Die “Furia Roja” ist nach wie vor mit Topstars gespickt und will die Schmach von 2014 wettmachen, als man schon in der Vorrunde die Segel streichen musste. Hinter dem Top-Trio kommen dann die Geheimfavoriten England und Belgien (je 11,0).

Die Autos der Fußballstars. Infografikquelle: eigene Darstellung.
Die Autos der Fußballstars. Infografikquelle: eigene Darstellung.

 

Mit dem Auto auch zur WM 2018 nach Russland? Eher nicht!

Wer die Turnierergebnisse richtig tippt, kann bei sportingbet sogar einen Sportwagen gewinnen – damit steht der fahrbare Untersatz für die WM 2018 in Russland dann auch schon bereit. Die Russland-Tour wird aber deutlich weniger entspannt als die Frankreich-Reise in diesem Sommer, denn die Wege sind dort naturgemäß viel weiter. Wer dann vom östlichsten Spielort Jekaterinburg zum westlichsten in Jeakterinburg fahren will, muss 3020 Kilometer bewältigen und dafür 35 Stunden Fahrt einplanen; vom südlichsten, Sochi am Schwarzen Meer bis zum nördlichsten, St.Petersburg an der Ostsee sind es stolze 2372 Kilometer und 26 Stunden Autofahrt. Die kürzeste Entfernung zwischen zwei Spielorten ist die zwischen Nischni Nowgorod und Saransk, zwischen den beiden Städten in Zentralrussland liegen “nur” 3,5 Stunden Autofahrt und 282 Kilometer. Zum Vergleich: Bei der EM in Frankreich liegen von Paris aus mit Nancy, Saint-Denis, Lille und Lens gleich vier weitere Spielorte in dieser Reichweite. Die weiteste Entfernung, die bei der EM 2016 zwischen zwei Spielorten liegen kann, ist die zwischen Lille im Norden und Marseille im Süden. Hier braucht man mit dem Auto etwa 8 Stunden für 1000 Kilometer. Diese Reise ist also gut an einem Tag zu bewältigen. Das liegt auch daran, dass die Verkehrswege in Frankreich erstklassig ausgebaut sind. Einziges Ärgernis: Die Nutzung der Autobahnen kostet meist Mautgebühren.

Autofahren in Frankreich: Alkoholgrenze ist gleich, die Tempolimits sind kompliziert

Den verpflichtenden Selbst-Alkoholtest für Autofahrer haben die Behörden wieder abgeschafft. Bild: zstock – 132918122 / Shutterstock.com

 

In Frankreich dürfen Autofahrer genau wie in Deutschland bis 0,5 Promille Blutalkohol fahren

Ansonsten müssen die deutschen Fans sich für die Tour nach Frankreich nicht besonders stark umgewöhnen. Sogar das Thema Alkohol am Steuer ist wie in Deutschland geregelt: 0,5 Promille sind die Grenze, darüber geht nichts. Den verpflichtenden Alkoholtester im Auto zu haben, ist entgegen Regierungsüberlegungen in den letzten Jahren aber nicht vorgeschrieben. Interessant wird es höchstens noch bei den Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die sind nämlich etwas kompliziert. Es kommt nämlich auch aufs Wetter an, wie schnell man fahren darf. Bei Nässe muss nämlich langsamer gefahren werden als bei trockenem Straßenbelag. Allgemein gilt: auf Autobahnen darf nicht schneller als 130 km/h gefahren werden, außerhalb des Ortes ist maximal 90 erlaubt, innerorts darf höchstens 50 gefahren werden. Übersicht: So schnell darf in Frankreich gefahren werden

Weitere Ausnahme für Führerscheinneulinge (weniger als zwei Jahre Fahrerfahrung):  außerhalb von Ortschaften maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen max. 100 km/h, auf Autobahnen max. 110 km/h
Weitere Ausnahme für Führerscheinneulinge (weniger als zwei Jahre Fahrerfahrung):
außerhalb von Ortschaften maximal 80 km/h, auf Schnellstraßen max. 100 km/h, auf Autobahnen max. 110 km/h

Wem das zu kompliziert ist, der kann natürlich auch auf andere Verkehrsmittel zurückgreifen. Dank des gut ausgebauten Hochgeschwindigkeits-Netzes des TGV ist auch die Bahn eine gute Möglichkeit, um zwischen den Spielorten hin- und herzureisen. Das Metro-Netz in Frankreichs Großstädten ist ohnehin erstklassig und erleichtert die Wege von der Unterkunft zum Stadion oder zum Public Viewing immens.


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