Sardinien: Insel der Magie im Mittelmeer


Sardinien ist eine Insel voller Magie. Die herrliche Natur, umgeben vom tosenden Mittelmeer, inspirierte mit den Nuraghern ein Volk in der Bronzezeit, dessen außergewöhnliche Spiritualität Urlaubern ein beredtes Zeugnis liefert. Die Nuragher waren ein Volk von Hirten und Bauern, die der Seefahrt mächtig waren. Gut erhalten sind etwa 7.000 ihrer Kultstätten.
In der Blütezeit der Antike erweiterten die Phönizier ihren Herrschaftsbereich auf Sardinien. Sie gründeten die heutige Inselhauptstadt Cagliari, die sie Karali nannten. Nach den Phöniziern folgten Römer und Mauren. Und so erstreckt sich auf der zweitgrößten Mittelmeerinsel ein bunter epochenübergreifender Kulturmix, dem Urlauber viele Geheimnisse entlocken können. Wer sich auf das Abenteuer einlassen möchte, dem steht nichts im Wege, finden sich doch über 17.000 Unterkünfte auf Sardinien. 

Die großartigsten Nuraghen auf Sardinien

Nuraghen sind kultische Zentren des gleichnamigen Volkes aus der Bronzezeit. Ihre Menge ist vermutlich das Ergebnis ihrer Lebensweise, denn die Nuraghen zogen es vor, in kleinen Siedlungen weit verstreut auf Sardinien zu leben. Oft sind es bienenstockförmige Steinruinen, die sich aus den Feenhäusern noch älterer Kulturen auf Sardinien entwickelten.
Bei den Nuraghen besaßen sie die Funktion von Wehrtürmen, Burgen, Palästen, Gigantengräbern, Brunnentempeln und anderen Kultstätten. Als ihre eindrucksvollsten Exponate gelten heute die Nuraghen Su Nuraxi in Barumini, Arrubio nahe Cagliari, Santu Antine in Torralba, das Nuraghendorf in Tiscali, das Gigantengrab von Su Monte de s‘Ape und die Nuraghe Losa. Das archäologische Nationalmuseum in Cagliari bietet einen tiefen Einblick in die Nuraghen-Kultur und ihre faszinierendsten Facetten.

Die Neptungrotte

Die atemberaubende Schönheit von Sardinien zeigt sich auch in ihren Naturwundern. Einen grandiosen Ort stellt die dem römischen Gott der Meere geweihte Neptungrotte an einer gewaltigen Felswand aus weißem Kalkstein an einer Steilküste in Alghero dar. Die zwei Millionen alte Tropfsteinhöhle ist ein gewaltiges Höhlensystem mit einem Salzwassersee, deren Stalaktiten und Stalagmiten imposante Erscheinungen sind. Entstanden ist eine schaurig-schöne Märchenwelt, die surreal und extraterrestrisch zugleich anmutet und die dank zahlreicher Strahler in ein tiefes Gold getaucht ist. Die größte Meeresgrotte des Mittelmeers bot bereits den Menschen in der Jungsteinzeit Unterschlupf. Vielleicht finden auch Sie ein Zeugnis Ihrer Besiedlung.

Weitere Naturwunder

Ein weiteres besonderes Phänomen bietet die grünlich schimmernde Smaragdküste im Norden von Sardinien. Sie gilt auch aufgrund ihrer aufregenden Felsenbuchten und ihrer ausgedehnten weißgepuderten Strände als eine der schönsten Küsten der Welt, zumal die mächtigen Bergrücken dank der Macchia, den mit Blumenteppichen umkränzten Buschwald, in ein sattes Grün getaucht sind. Hier leben die Reichen und Schönen, deren prunkvolle Villen den luxuriösen Ortschaften weiteren Glamour einhauchen.
Außerdem ist Sardinien mit seinen über 100 vorgelagerten Inseln ein Eldorado für Taucher. Allein Maddalena bietet eine Inselkette von 62 Inseln am Stück mit zauberhaften Korallenriffen. Wer die Wunder der Geologie kennenlernen möchte, geht nach Arbatax, wo man in dem beschaulichen Hafenort die berühmten roten Felsen aus leuchtendem Vulkangestein findet, deren mächtige blutrote Porphyrspitzen aus dem Meer ragen. Im Hinterland lockt das 800 Meter hohe Bergdorf Gavoi mit dem See Gusana und seiner besonderen Flora mit herrlichen Kirschbäumen, Macchia, Stechpalmen, Flaumeichen, Nussbäumen, Steineichen und Kastanienwäldern inmitten einer wunderschönen Gebirgslandschaft.
Die riesige Wanderdüne Costa Verde nahe Arbus lädt zum Träumen ein, während die Hochebene von Giari den Kontakt mit Wildpferden und Eidechsen bietet. Einzelne Korkeichen hauchen dem Ort weitere Romantik ein. Die etwa 20 Nuraghen weisen auf eine tiefe mythologische Bedeutung der basaltenen Hochebene hin, die der Ort für ihre präantiken Bewohner innehatte.

Fazit: Sardinien lohnt sich immer

Aufgrund seiner Größe lohnt es sich, die Schönheiten Sardiniens mit dem Auto zu erkunden. Die Straßen rund um die tosenden Steilküsten bieten nicht weniger Aufregung als ein Trip durch die Route 66 in Amerika.
Insgesamt bietet Sardinien einen tollen Mix aus sommerlichen Strandfreuden, einer grandiosen Naturkulisse, die reich an Höhepunkten ist und einem erhebenden Kultururlaub. Sardinien ist so reich an Eindrücken, dass ein einzelner Urlaub nicht ausreicht, um allen Wundern gerecht zu werden. Dies ist der Hintergrund dafür, dass es so viele Sardinien-Urlauber gibt, die sich regelrecht in die magische Mittelmeerinsel verliebt haben und jeden Sommer zurückkommen, um diesem Ort voller Spiritualität und Tiefgang immer neue Geheimnisse zu entlocken.


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