Urlaub, wir fahren in den Stau, der ist nicht ausgebucht


Abbildung 1: Alle Jahre wieder: Zur Urlaubszeit wollen viele mit dem Auto in den wohl verdienten Urlaub fahren. Viele denken dasselbe und verstopfte Autobahnen sind die Folge.
Abbildung 1: Alle Jahre wieder: Zur Urlaubszeit wollen viele mit dem Auto in den wohl verdienten Urlaub fahren. Viele denken dasselbe und verstopfte Autobahnen sind die Folge.
Jedes Jahr fahren Tausende Urlauber mit dem Auto in den Urlaub. Doch oft fängt die eigentlich geplante Erholungsphase mit Stress an. Mit der richtigen Reisevorbereitung und -planung lässt sich jedoch einiges Übel vermeiden.

Mit dem Auto in Urlaub fahren

Erster Schritt der Reisevorbereitung ist natürlich die Wahl des Urlaubsziels. Wo soll es hin gehen und wie lange dauert die Autofahrt bis zum Zielort? Trotz Benutzung eines Navigationsgerätes ist es sinnvoll, sich die möglichen Reiserouten im Vorfeld anzuschauen. Dabei können zum einen eventuelle Zwischenstopps zu Sehenswürdigkeiten eingeplant oder Alternativrouten bei möglichen Stausituationen ausgekundschaftet werden. Das Navigationsgerät sollte vor Abfahrt mit den neuesten Karten ausgestattet werden, um unschöne Umstände schon vorher ausschließen zu können. Wenn die Fahrt ins Ausland geht, sollte sich vorher gründlich informiert werden, welche Vorschriften auf fremden Straßen gelten. Ob Feuerlöscher, Warnwesten für alle Mitfahrenden, Ersatzglühlampe oder grüne Versicherungskarte, jedes Land hat seine eigenen Bestimmungen.


Urlaubsautocheck

Bevor die eigentliche Reise jedoch losgeht, sollte das Auto vorher gründlich durchgecheckt werden. Spätestens eine Woche vor Reiseantritt sollte das Auto kontrolliert werden. Diese Zeitspanne ist nötig, falls doch noch etwas repariert werden muss. Einige Standardkontrollen lassen sich ganz einfach selber durchführen, ohne in die Werkstatt fahren zu müssen:

Abbildung 2: Nicht nur zur Urlaubszeit sollten die Reifen kontrolliert werden. Auch im Alltag sind der richtige Reifendruck und das Profil wichtig.
Abbildung 2: Nicht nur zur Urlaubszeit sollten die Reifen kontrolliert werden. Auch im Alltag sind der richtige Reifendruck und das Profil wichtig.
1. Reifen: Die Reifen sollten noch mindestens drei Millimeter Restprofil haben, denn auf einer langen Reise wird noch viel Gummi gelassen. Mit einer Ein-Euro-Münze kann die Profiltiefe überprüft werden. Verschwindet der Messingrand der Münze in den Rillen, ist alles in Ordnung. Schaut er raus, sollten neue Reifen her. Denn weniger Profil bedeutet schlechtere Haftungs- und Bremseigenschaften. Natürlich sollte auch nach Rissen und anderen Beschädigungen an den Reifen geschaut werden. Und nicht zu vergessen, ist das Ersatzrad vorhanden? Auch der Zustand des Reserverads muss in Ordnung sein. Ab einem Alter von sechs Jahren sollte ein Austausch vorgenommen werden, da auch nicht benutzte Reifen durch die Lagerung porös und brüchig werden. Wenn das Auto kurz vor der Fahrt voll beladen ist, muss nur noch der Reifendruck auf das in der Bedienungsanleitung angegebene Maximum erhöht werden.

2. Stände von Flüssigkeiten: Zum Autocheck gehört auch, Öl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit und Wischwasser der Scheibenwaschanlage zu überprüfen und gegebenenfalls nachfüllen. Zu wenig Öl und Kühlwasser können dem Motor auf Dauer schaden. Gute Bremsen sind ein Muss für eine sichere Fahrt. Eine freie Sicht ist immer wichtig. Im Sommer sind es die verschmierten Insektenreste, im Winter die zugefrorene Scheibe, daher immer die passende Reinigungsflüssigkeit einfüllen. Hierbei kann direkt auch nach den Wischerblättern geschaut werden. Bei abgenutzten Gummis sollten die Wischerblätter getauscht werden.

3. Testen und kontrollieren: Neben den genannten Maßnahmen sollten die Bremsen, die Hupe und die Fahrzeugbeleuchtung getestet werden. Letztere am besten zu zweit. Dabei alle Leuchten bei aktivierter Zündung nacheinander anschalten, während der andere außen schaut, ob alles funktioniert.

Ich packe meinen Koffer und das Auto

Abbildung 3: Den Kofferraum richtig packen will gelernt sein. Hier lauern versteckte Unfallgefahren
Abbildung 3: Den Kofferraum richtig packen will gelernt sein. Hier lauern versteckte Unfallgefahren
Ist das Auto soweit in Ordnung, kann es beladen werden. Hierbei gibt es einiges zu beachten, um Unfallgefahren zu vermeiden. Schwere Gegenstände sollten nah an der Rücksitzlehne, weit unten und mittig im Kofferraum verstaut werden. Der Fahrzeugschwerpunkt bleibt dadurch niedrig und das Kurvenverhalten wird weniger beeinträchtigt. Lange, spitze Gegenstände sind quer zur Fahrtrichtung gut ausgepolstert zu lagern. Das Gepäck sollte zusätzlich mit Gurten fixiert werden, um ein Verrutschen bei Vollbremsung und Ausweichmanövern zu verhindern. Der Kofferraum sollte zudem niemals bis unter das Autodach vollgepackt werden, das Gepäck darf höchstens bis zur Oberkante der Rückbank reichen. Verbandskasten, Warndreieck und –westen sollten immer zugänglich sein und nicht unter der Ladung vergraben sein.

Während im Flugzeug meistens 20 Kilo Gepäck pro Person mitgenommen werden darf, sollte dies nicht dazu einladen, das Auto ohne Limit vollzustopfen. Auch hier gibt es ein zugelassenes Fahrzeuggewicht, das nicht überschritten werden darf. Hierbei muss das Gewicht der Gepäckstücke und das aller Mitfahrenden zusammengerechnet werden. Da häufig auch Urlaubsandenken den Weg mit nach Hause finden, sollte zudem die Belastungsgrenze nicht ausgereizt werden.

Eine Autofahrt ist lustig, eine Autofahrt ist schön

Frühaufsteher starten am besten nachts, wobei ein erholsamer Schlaf vorangegangen sein sollte. Dann sind die Straßen leer und die Kinder schlafen noch. Zur Verpflegung sollten kleine, leicht verdauliche Snacks gegessen werden. Das hält den Autofahrer munter. Schwere Kost dagegen belastet und macht müde. Eine ausreichende Wasserzufuhr, am besten mit magnesiumreichen Mineralwasser, ist wichtig, um die Konzentration aufrechtzuerhalten, zusätzlich beugt es Muskelkrämpfen vor. Auf Limonaden und stark gesüßte Getränke sollte verzichtet werden, da der Zucker vom Körper zu schnell verbrannt wird, was nur kurzzeitig zu einem Energieschub mit anschließendem Leistungsabfall führt. Empfohlen wird, alle zwei Stunden eine Pause von 10 bis 20 Minuten zu machen. Nach sieben Stunden sollte sogar eine Pause von mindestens 60 Minuten eingelegt werden. Nach über zehn Stunden Fahrt wäre es sinnvoll, eine Übernachtung einzuplanen.

Ein gelungener Urlaubsstart

Mit der richtigen Vorbereitung und Planung können viele unangenehme Situationen vermieden werden. Die Routenplanung, der Autocheck und die Beladung des Autos sind ebenso wichtig, wie die richtige Verpflegung während der Fahrt. Es gibt viele Gründe mit dem Auto in Urlaub zu fahren, mit der richtigen Vorbereitung kommt man entspannt ans Ziel.

Bilder
Abbildung 1: © hpgruesen – pixabay.com (CCO 1.0)
Abbildung 2: © geralt – pixabay.com (CCO 1.0)
Abbildung 3: © BerndSold – pixabay.com (CCO 1.0)


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