Road Trip im EU-Ausland: Minus Roaming-Gebühren für mehr Abenteuer


Die Sommerzeit ist generell Urlaubszeit. Schüler haben Ferien, Studenten keine Vorlesungen und alles riecht nach Limonade, Kirscheis und Sonnencreme. Während vor einigen Jahren noch die meisten ins Ausland flogen, werden Road Trips im In- und Ausland immer beliebter. Der Vorteil: man ist mobil, unabhängig und muss sich nicht schon vorab entscheiden, wo die Reise hingehen soll. Dank immer besser werdender Technik verfährt man sich nur noch selten. Mit dem Wegfall der Roaming-Gebühren in der EU können wir die Vorteile der vernetzten Welt jetzt auch auf unseren Abenteuerreisen nutzen.

Keine Roaming-Gebühren mehr im EU-Ausland

Mit der Abschaffung der Roaming-Gebühren ab dem 15.06.2017 gilt für Mobilfunkverträge das Prinzip “Roam-Like-At-Home” (RLAH). Wie die Bundesnetzagentur auf ihrer Infoseite erklärt, bedeutet RLAH, dass ab dem 15.06.2017 der inländische Tarif zu den gleichen Konditionen im EU-Ausland genutzt werden kann wie zu Hause. Weite Infos zur konkreten Handhabung finden sich ebenfalls auf der Seite der Bundesnetzagentur.

Für Urlauber, die sich schon jetzt auf einen Road Trip entlang der sonnigen Mittelmeerküste freuen, bedeutet das natürlich mehr Freiheit, denn nun können sie mithilfe des Handys den Weg zu jeder Burgruine und zum Geheimtipp-Fischrestaurant finden und gleich ihr Glück auf Instagram und Co. mit der ganzen Welt teilen. Bisher musste man, wenn man Roaming-Gebühren aus dem Weg gehen wollte, zumindest ein Extra-Paket beim Vertragsanbieter dazu buchen, doch das fällt jetzt weg. Die neue Regelung gilt für alle Mobilfunkverträge – Handys mit Vertrag und pre-paid gleichermaßen.

Spitzfindige Nutzer wollen sich nun gleich einen Vertrag aus einem Land anschaffen, in dem die Mobiltelefonie günstiger ist als in Deutschland. Damit es hier nicht zu Massenabwanderungen aus dem deutschen Mobilfunknetz kommt, ist eine Fair-Use-Klausel in die neue Regelung eingebaut. Geroamt werden soll bitte nur vier Monate im Jahr. Zusätzlich zu den Ländern der Europäischen Union sind in die neue Regelung auch die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums – Island, Lichtenstein und Norwegen – mit eingeschlossen.

Der hohe Norden wartet

Also, auch ein Road Trip zum ältesten Parlament der Welt, dem isländischen “Þingvellir” vorbei am Goldenen Wasserfall “Gullfoss” und entlang der Gletscherlagune Jökulsárlon können zum Heimattarif live begleitet werden. Aber auch wer einen Road Trip quer durch Skandinavien plant, muss sich von Länder-, ja sogar vor EU-Grenzen nicht mehr stoppen lassen. Von Dänemarks Nordwestküste geht die Fähre von Hirtshals aus an die Küste Norwegens, von dort lassen sich beeindruckende Fjorde erkunden und auch die norwegischen Nationalparks “Hardangervidda Nasjonalpark”, “Jotunheimen Nasjonalpark” und “Jostedalsbreen Nasjonalpark” sind einen Abstecher wert. Von dort geht es zu den vielen kristallklaren Seen Schwedens, an vielen von ihnen kann auch geangelt werden. Wer dem Road Trip also noch ein bisschen Lagerfeuerromantik hinzufügen will, dem sei der Besuch einer der sechs schönsten Seen Schwedens – Mälaren, Vänern, Vättern, Hjälmaren, Ruskensee und Sommen – empfohlen. Von dort an der finnischen Seite des Bottnischen Meerbusens geht es dann zurück, entweder über Stockholm und Dänemark oder aber, für Enthusiasten ausgedehnter Road Trips und Spontanentschlossene, warum nicht über Estland, Lettland und Litauen?

Bild oben: Thingvellir, Island (Parlament)

Fotograf: Pixabay Nutzername “falco”


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